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Welterbe

Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona

Senat beschließt Nominierung des Jüdischen Friedhofs Hamburg-Altona für die Eintragung in die Liste des UNESCO-Welterbes - Antragsunterlagen werden jetzt über die Kultusministerkonferenz beim UNESCO-Welterbezentrum in Paris eingereicht

Der Hamburger Senat hat am 18.10.2016 beschlossen, im Dezember die Antragsunterlagen für die Nominierung des Jüdischen Friedhofs Hamburg-Altona für die Eintragung in die Liste des UNESCO-Welterbes einzureichen. Im Laufe des Jahres 2017 erfolgt dann im Auftrag der UNESCO die Prüfung des „außergewöhnlichen universellen Wertes“ durch Experten von ICOMOS International. Mitte 2018 könnte dann das Welterbe-Komitee über die Aufnahme des Jüdischen Friedhofs Hamburg-Altona in die Welterbeliste entscheiden. Der Jüdische Friedhof Hamburg-Altona ist einer der ältesten portugiesisch-sephardischen Friedhöfe der Welt und gilt als weltweit wichtiges kulturelles Zeugnis sephardischer Geschichte.
Kulturstaatsrat Carsten Brosda: „Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona ist ein herausragendes Zeugnis der Historie unserer Stadt und steht in besonderer Weise für die Kultur des sephardischen Judentums. Die gut erhaltenen Grabsteine erzählen uns in eindrücklicher Weise die Geschichte der sephardischen Juden, die im Mittelalter und der frühen Neuzeit von Flucht und Vertreibung gekennzeichnet war. Es ist unser fester Wille, diese Geschichte lebendig zu halten. Die Eintragung in die UNESCO-Welterbeliste würde die internationale Bedeutung der portugiesisch-sephardischen Kultur unterstreichen und helfen, diesen besonderen Ort für zukünftige Generationen in seiner Einzigartigkeit zu bewahren.“
Ein Fachbeirat der Kultusministerkonferenz hatte bereits empfohlen, den jüdischen Friedhof Hamburg-Altona in die deutsche Tentativliste aufzunehmen und somit die Bewerbung als UNESCO-Welterbe zu ermöglichen. Der Fachbeirat bewertete den Friedhof als bedeutsames Beispiel sephardischer Grabmalkunst und bezeichnete ihn als einzigartiges kunst- und kulturhistorisches Dokument.
Quelle: Pressestelle des Senats, 18. Oktober 2016

Im Jahre 2007 wurde der Jüdische Friedhof nach umfangreichen Archivierungs- und Restaurierungsarbeiten erstmals wieder geöffnet. Im selben Jahr wurde von der Stiftung Denkmalpflege Hamburg das Eduard Duckesz-Haus erbaut und als Besucherzentrum und Seminargebäude eröffnet. Die Stiftung Denkmalpflege Hamburg verwaltet den Friedhof und sorgt für regelmäßige Öffnungszeiten sowie qualifizierte Führungen.

Empfehlungen an die Kultusministerkonferenz zur Fortschreibung der deutschen Tentativliste

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Kurzfassung des Textes für die Tentativliste (Tentative list submission format)

5.740,6 KB

Tentative list submission format

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