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30.01.2020

Russische Juden in Deutschland – Israelis in Berlin: ein Gesprächsabend über Migration, Exil und Diaspora

Vortragsreihe und Gesprächsabend: Wie weiter? Jüdische Migrationserfahrungen nach 1945 (12.11.19-30.01.2020)

Am 30.01. diskutieren Dr. Karen Körber und Dr. Dani Kranz, Anthropologin an der Ben Gurion Universität, Be ér Sheva, Israel
Moderation: Birgit Langhammer, NDR-Info

Die Einwanderung von russischsprachigen Juden nach Deutschland nach 1989 ist in der jüngeren deutsch-jüdischen Geschichte wiederholt als Zäsur verstanden worden. Eine jüdische Migration, die vordringlich in der Hoffnung auf ein besseres Leben und ausgerechnet nach Deutschland erfolgte, schien mit der jüdischen Erfahrung des 20. Jahrhunderts von Verfolgung, Flucht und Exil zu brechen. Auf eine ähnliche Weise hat seit Beginn der 2000er Jahre die Migration von Israelis nach Berlin viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen und die Frage danach aufgeworfen, was es bedeutet, wenn junge israelische Juden ihr Land verlassen, um in die deutsche Hauptstadt zu gehen. In einem Gespräch über diese jüngsten Kapitel der deutsch-jüdischen Geschichte spricht die NDR-Moderatorin Birgit Langhammer mit zwei Expertinnen über mögliche Gemeinsamkeiten der beiden Migrationen, deren Folgen für das hiesige jüdische Leben und darüber, wie sich das Verständnis der jüdischen Diaspora in der Gegenwart gewandelt hat.

Uhrzeit: 18.30 Uhr
Ort: Tschaikowskysaal, Tschaikowskyplatz 2
Veranstalter: Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
Eintritt: frei

Jüdische Migrationen gewinnen in der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte zunehmend an Bedeutung. Richtete sich der Blick nach den Ereignissen des 20. Jahrhunderts zuerst einmal auf Vertreibung, Flucht und Exil, so finden sich bis in die Gegenwart auch jüdische Wanderungsbewegungen, die von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft geprägt und beispielsweise durch besondere wirtschaftliche Rahmenbedingungen bestimmt waren. Die verschiedenen Beweggründe für eine Emigration sowie das Aufeinandertreffen divergierender jüdischer Herkünfte und Narrative haben Eingang in das hiesige jüdische Leben nach 1945 gefunden und kennzeichnen bis heute die mitunter kontrovers geführten Debatten um das Selbstverständnis einer jüdischen Gemeinschaft in Deutschland.

Die Vortragsreihe nimmt diese Beobachtungen zum Anlass, um an fünf Abenden auf der Grundlage neuer Forschungen exemplarisch jüdische Migrationen und deren Folgewirkungen im lokalen Raum vorzustellen. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Disziplinen fragen nach den jeweiligen Formen der Wanderungen sowie den Motiven und Handlungsspielräumen der migrierenden Jüdinnen und Juden und danach, in welcher Weise diese vielfältigen Erfahrungsgeschichten das jüdische Leben in Deutschland von den Nachkriegsjahren bis in die Gegenwart prägen.

 
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JÜDISCHER FRIEDHOF ALTONA

Der über 400 Jahre alte jüdische Friedhof Altona ist eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler der Stadt. Die Stiftung Denkmalpflege Hamburg hat das Besucherzentrum erbaut und ermöglicht regelmäßige Öffnungszeiten und Führungen durch qualifizierte Guides.

Geschlossen bei Sturm, Eis u. Schnee sowie bei gesetzlichen und jüdischen Feiertagen und in den Winterferien

 


 
 

GÄNGEVIERTEL

Der Bäckerbreitergang ist der einzig erhaltene Teil des berühmten Hamburger Gängeviertels und zugleich Sitz der Stiftung. Die denkmalgeschützten Wohnhäuser aus dem 18./19. Jh. und das Kopfgebäude Dragonerstall 9-13 sind Eigentum der Stiftung, die die Häuser restauriert und als preisgünstigen innerstädtischen Wohnraum erhält.

 
 

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