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05.10.2021
Stiftung Denkmalpflege Hamburg fördert ältesten Paternoster der Welt
25.09.2021
Trauer um Konstantin Kleffel
 

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01.11.2021

Aaron Halle-Wolfssohn (1756-1835). Der Vermittler – Übersetzer, Pädagoge, Brückenbauer

Vortragsreihe „Haskala. Protagonisten der jüdischen Aufklärung“ des IGdJ im Rahmen des Festjahres “1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland”
Referentin: Ulrike Kollodzeiski

  • Aaron Halle-Wolfssohn (1756-1835) war unter den Maskilim eine angesehene Persönlichkeit. Im Kreis Moses Mendelssohns in Berlin arbeitete er an der Übersetzung der Hebräischen Bibel mit und verfasste erstmals ein Hebräisch-Lehrbuch für jüdische Kinder. Als Lehrer und Direktor der Königlichen Wilhelmsschule in Breslau setzte er sich für ein vielfältiges Curriculum ein und reagierte mit dramatischen Stücken auf aktuelle Fragen. Als Hauslehrer Giacomo Meyerbeers reiste er quer durch Europa. Wolfssohns Wirken war vielseitig und zielte immer auf eine Vermittlung zwischen Bewahren und Erneuern.
  • Dr. Ulrike Kollodzeiski studierte Jüdische Studien und Religionswissenschaft an den Universitäten Potsdam und Leiden. Von 2014 bis 2019 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität Frankfurt, an der sie im Fach Religionswissenschaft promovierte. Ihre Dissertation erschien 2020 unter dem Titel „Die Ordnung der Religionen. Die Vermittlung von Okzident und Orient im Reisebericht „Viaggi“ von Pietro Della Valle (1586-1652)“. Seit Oktober 2019 ist sie akademische Mitarbeiterin an der Universität Potsdam, Institut für Jüdischen Studien und Religionswissenschaft, Schwerpunkt Christentum.

 

Die Vortragsreihe stellt sechs Akteure der jüdischen Aufklärung (Haskala) vor, die zu ihrer Zeit einflussreich und wichtig waren, heute aber weitgehend unbekannt und bisher wenig erforscht sind. Im traditionellen Judentum geboren und erzogen, waren sie von dem Wunsch motiviert, das Judentum zu modernisieren. Alle standen in engem Kontakt zur Berliner Haskala oder hielten sich zumindest zeitweise im Kreis um Moses Mendelssohn in Ber­lin auf. Fast alle wirkten auch in anderen, späteren Zentren der Haskala: Breslau, Wien, Hamburg.

So vielfältig ihre Herkunfts- und Aufenthaltsorte waren, so unterschiedlich waren auch ihre Interessen. Sie betätigten sich als Lehrer in Privathäusern oder an neu gegründeten jüdischen Schulen, sie waren Drucker, Literaten und Herausgeber von Büchern und Zeitschriften, für die sie zahlreiche Artikel schrieben. Sie waren Mitglieder jüdischer und nicht-jüdischer Gesellschaften der Aufklärung, Bibelausleger und Übersetzer, Sprachforscher, Naturforscher, kritische Beobachter politischer Entwicklungen und vieles mehr.

Die Vorlesungsreihe möchte diese Vielfalt der Haskala und ihrer Protagonisten veranschaulichen und bekannter machen. Sie wendet sich nicht nur an Wissenschaftler:innen, sondern vor allem auch an die interessierte Öffentlichkeit.

Die Referent:innen berichten über ihre neuesten Forschungsergebnisse oder aus aktuellen Projekten mit selbst gewählten Themenschwerpunkten.

Uhrzeit: 18.30 Uhr
Ort: Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ), Beim Schlump 83
Veranstalter: IGDJ (Konzept und Organisation: Dr. Uta Lohmann, IGdJ)
2G-Regel (bitte bringen Sie Ihren Genesen- oder Impfnachweis mit), bitte informieren Sie sich vorab ob die Veranstaltung mit Publikum oder als digitales Format stattfinden wird
Kosten: keine
Weitere Termine:

  • 15.11.21: Joel Bril Löwe (1762-1802). Schwankende Schilfrohre und Füchse im Weinberg – Fabeln zwischen griechischer und jüdischer Tradition
    • Referentin: Lisa Trzaska
    • Joel Bril Löwe (1762–1802) stammte aus Berlin und war ein Schüler Moses Mendelssohns. Er wurde erst Kaufmann, später Hauslehrer und schließlich Oberlehrer an der Königlichen Wilhelmsschule in Breslau. Zu seinen zahlreichen Schriften gehören auch moralische Fabeln, die er auf Hebräisch in der Zeitschrift der jüdischen Aufklärer veröffentlichte. Für seine Fabeln greift Löwe, wie viele Autoren des 18. Jahrhunderts, auf Stoffe des griechischen Fabeldichters Aesop zurück. Doch er lässt auch Material aus Bibel und Talmud einfließen und zeigt seinen Zeitgenossen so auf geschickte Weise, dass das Judentum schon in der Antike für neue Einflüsse offen war.
    • Lisa Trzaska, M.A. hat Jüdische Studien und Philosophie an der Universität Potsdam studiert. In ihren Abschlussarbeiten befasste sie sich mit dem Leben von Joel Bril Löwe und seiner hebräischen Dichtung. Außerdem war sie Mitarbeiterin im aktuellen Editionsprojekt „Joel Bri’l Löwe: Die Breslauer Schulschriften im Kontext (1791–1801)“, das am IGdJ und an der FU Berlin institutionalisiert ist und von der DFG gefördert wird. Zurzeit sucht Lisa Trzaska als Provenienzforscherin nach NS-Raubgut in der Bibliothek des Botanischen Gartens in Berlin.
  • 29.11.21: Lazarus Bendavid (1762-1832) Politische Auswirkungen der französischen Revolution auf einen jüdischen Pädagogen und Intellektuellen in Preussen
    • Referentin: Christina Feist
    • Geboren und aufgewachsen in Berlin, vertraut mit den Werken Voltaires, übersetzte Lazarus Bendavid (1762–1832) auch Schriften an die Nati­onalversammlung aus dem Französischen. Seine Wiener Jahre wiederum nahmen aufgrund der gesellschaftspolitischen Nachwehen der französischen Revolution (1789/1799) ein jähes Ende. Bendavids Biographie spannt ein Dreieck zwischen Berlin, Wien und Paris, das sich in seinem Werk widerspiegelt und im Vortrag besprochen werden soll.
    • Christina Feist, M.A. studierte Philosophie in Wien, Antwerpen und Paris. Seit 2017 promoviert sie an den Universitäten Potsdam und Paris-Sorbonne in Philosophie und Geschichte. Ihre Dissertation trägt den Arbeitstitel „Rezeption und Popularisierung kantischer Philosophie im Werk von Lazarus Bendavid“ und wird vom Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk gefördert.
  • 13.12.21 Salomon Jacob Cohen (1772-1845). Ein jüdischer Aufklärer auf Reisen: Meseritz – Berlin – London – Wien – Hamburg
    • Referentin: Kathrin Wittler
      • Salomon Jacob Cohen (1772-1845) kam 1789 im Alter von siebzehn Jahren aus Meseritz in Posen nach Berlin und wurde Religionslehrer an der dortigen jüdischen Freischule. Als sich herausstellte, dass die anderen Maskilim in Berlin ihre Hoffnungen auf eine Erneuerung der hebräischen Sprache bereits aufgegeben hatten, begab Cohen sich auf eine jahrzehntelange Suche nach Wirkorten, an denen das Projekt der hebräischsprachigen Haskala noch auf Resonanz stieß. Bis zum Ende seines Lebens wirkte er als Pädagoge, Publizist und Literat mit zahlreichen Publikationsprojekten im gesamten sprachlichen Spektrum jüdischen Lebens in Europa. An Cohens vielfältigem Wirken wird die von Mehrsprachigkeit und pluralen Adressatenkreisen gekennzeichnete Komplexität deutscher jüdischer Kultur um 1800 exemplarisch sichtbar.
    • Dr. Kathrin Wittler ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Peter Szondi-Institut für AVL, Freie Universität Berlin. Ihre mehrfach ausgezeichnete Dissertation „Morgenländischer Glanz. Eine deutsche jüdische Literaturgeschichte (1750–1850)“ erschien 2019. In ihrem zweiten Buch untersucht sie das Verhältnis von Einsamkeit und Literatur. Seit März 2020 bearbeitet sie gemeinsam mit Uta Lohmann das von der DFG geförderte Projekt „Joel Bri’l Löwe: Die Breslauer Schulschriften im Kontext (1791–1801)“.
  • 17.01.22: Isaak Satanow (1732-1804). Kabbala und Naturwissenschaft – zu einer einmaligen Synthese der Berliner Haskala
    • Referentin: Elke Morloch
    • Ohne Zweifel war Isaak Satanow (1732–1804) eine der schillerndsten Figuren der Berliner Haskala. Er war nicht nur als Hauslehrer, Drucker, Herausgeber und Autor eine herausragende Persönlichkeit, sondern erzeugte in seinen Werken zudem eine einzigartige Synthese zwischen jüdischen Traditionen, aufgeklärter Naturwissenschaft und Kabbala. Die angestrebte ethische und intellektuelle Vervollkommnung des Menschen basiert für ihn auf der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten literarischen Korpora verschiedenster Traditionen – innerhalb und außerhalb des Judentums. Im Vortrag soll diese Kombination als Kondition für den Eintritt in die Moderne, die zugleich eine Richtlinie für Bildungsreformen und Wiederbelebung alter Traditionen in einem neuen kulturellen Kontext beinhaltet, anhand ausgewählter Beispiele aus der Schrift Imre Bina (Worte der Einsicht), Berlin 1783, beleuchtet werden.
    • PD Dr. Elke Morlok studierte Evangelische Theologie und Ju­daistik in Tübingen, Heidelberg und Jerusalem. Sie promovierte 2009 an der Hebräischen Universität Jerusalem zu „Rabbi Joseph Gikatilla’s Hermeneutics“ (erschienen 2011). Nach Stationen als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Halle, Heidelberg, Mainz und Frankfurt habilitierte sie sich 2017 an der Goethe-Universität Frankfurt zu „Haskala und Kabbala – Isaak ben Moshe Halevi Satanow“. Derzeit ist sie Inhaberin der Lilli und Michael Gastprofessur für jüdische Kulturen an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg. November 2021 erscheint „Kabbala und Haskala. Isaak Satanow (1732–1804) zwischen jüdischer Gelehrsamkeit, moderner Physik und Berliner Aufklärung“.

 
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THE JEWISH CEMETERY IN ALTONA

The Jewish Cemetery in Altona is over 400 years old and the candidate of the city of Hamburg for recognition as UNESCO World Heritage site. The Hamburg Preservation Foundation has constructed a visitors’ centre, maintains regular opening hours and organises tours by qualified guides.

 
 

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Der Israelitische Tempel in Hamburg

Vorträge von PD Dr. Andreas Brämer , PD Dr.-Ing. Ulrich Knufinke und Prof. Dr. Miriam Rürup. Link

 
 

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GÄNGEVIERTEL -
HAMBURG’S WAYWALK DISTRICT

The Bäckerbreitergang is the only preserved remnant of Hamburg’s once notori-
ous WayWalk district and the location of the Founda-
tion. The residential half-
timbered houses under monument protection from the 18th and 19th cent. and the building Dragonerstall 9-13 are the property of the Foundation, which is restoring the houses and preserving them as an low-price living area.

 
 
 
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