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03.11.2017
Ausstellung über Hamburgs UNESCO-Welterbekandidat Jüdischer Friedhof Altona. 10 Jahre Besucherzentrum der Stiftung Denkmalpflege Hamburg
29.09.2017
UNESCO-Welterbekandidat Jüdischer Friedhof Hamburg- Altona: weiterer Schritt im Antragsverfahren
 

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STIFTUNG ECKTURM STADTHAUS

Die Stiftung Denkmalpflege ist Treuhänderin der Stiftung Eckturm Stadthaus.

Geschichte des Stadthauses
Das Stadthaus, Ecke Neuer Wall und Stadthausbrücke, ist ein Gebäude mit wechselvoller Geschichte. Das Görtz-Palais (1710/11) am Neuen Wall 86 war bereits 1726 auf die Stadt Hamburg übergegangen und in „Stadthaus“ umbenannt worden. Bis zum Reichsdeputationshauptschluss diente es als Sitz des kaiserlichen Gesandten, dann des Polizeiherren. Nach dem Großen Brand von 1842 beriet hier zeitweise der Senat. 1888-1892 wurde der große – heute noch als Stadthaus bekannte – Erweiterungsbau um die Ecke des Neuen Wall bis zum Bleichenfleet von Baudirektor C. J. Chr. Zimmermann errichtet.

Der Eckturm wurde in Anlehnung an den Zerbster Schlossturm mit Pilastern, einer prächtigen Wappen tragenden Balkonbalustrade über dem Portal und einer Kuppel mit Laterne gestaltet. Das Gebäude, das seit 1933 auch Sitz der Gestapo mit Polizeigefängnis und Verhörkellern war, wurde im Krieg nur teilzerstört. Die hohen Mansarddächer und die Kuppel brannten vollständig aus. Zunächst war nur eine provisorische Instandsetzung mit flacher Abdeckung über dem erniedrigten Obergeschoss möglich, die seit den 70er Jahren des vorherigen Jahrhunderts zunehmend in die öffentliche Kritik geriet. Architekten und Denkmalpfleger wiesen auf die städtebauliche Bedeutung des Eckturms hin, der im Rahmen der neuen Bebauung der Fleetinsel eine herausgehobene Position einnahm. Eine Finanzierung der Rekonstruktion aus öffentlichen Mitteln war jedoch damals nicht möglich. Seit 2009 steht das gesamte Ensemble unter Denkmalschutz, das Görtz-Palais wurde bereits 1982 in die Denkmalliste aufgenommen.

Stiftung Eckturm Stadthaus
Dem privaten Engagement eines Hamburger Bürgers ist die Gründung der unselbständigen Stiftung Eckturm Stadthaus zu verdanken. Mit ihren Mitteln konnte die historische Sandsteinbalustrade des Eckturms mit dem Hamburger Stadtwappen bereits rekonstruiert werden. Stiftungszweck ist die Wiederherstellung der Kuppel einschließlich Laterne. 2009 hat die FHH das Ensemble Stadthausbrücke veräußert. Inzwischen sind die Arbeiten nahezu abgeschlossen und seit März 2017 erhebt sich der Eckturm mit seiner Tambourkuppel wieder über der Stadthausbrücke.

 
Eckturm Stadthaus mit neuer Kuppel nebst Laterne, März 2017 Eckturm Stadthaus mit neuer Kuppel nebst Laterne, März 2017
Eckturm des Stadthauses, Anfang März 2017 Eckturm des Stadthauses, Anfang März 2017
Eckturm des Stadthauses, 2012 Eckturm des Stadthauses, 2012
 
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